Wer kann Liebe?

„Wer lieben kann, ist glücklich“, titelte Hermann Hesse vor langer Zeit. Allein die Fähigkeit zur Liebe soll uns also beflügeln. Da stellt sich die Frage, inwieweit wir überhaupt dazu imstande sind.
Als Partner, Freund oder Elternteil hält sich jeder zunächst mal für liebestauglich – doch was, wenn Unvorhergesehenes Schlimmes passiert? Wenn schwere Krankheiten, Schicksalsschläge oder auch nur 20 Kilo mehr als früher all das Gefühltgeglaubte auf eine harte Probe stellen? Liebt man denn nur dann, wenn man alle eigenen Bedürfnisse hintanstellt? Und: wo hört die Liebe auf und die Selbstaufgabe fängt an?
Denn es heißt doch immer so schön, dass nur derjenige andere lieben kann, der auch sich selbst liebt. Was bedeutet Selbstliebe überhaupt? Stolz, Selbstbewusstsein oder gesunder Egoismus? Oder alles zusammen?

Ich weiß eigentlich nur, dass ich es unendlich satt habe, nach Antworten zu suchen, wo keine sind.

Erich Fromm schrieb in etwa, Liebe sei die Entscheidung zur Liebe. Vielleicht liegt darin etwas Wahrheit.
Doch auch entscheiden muss man sich immer wieder aufs Neue. Oder eben irgendwann revidieren.

 

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