Hier lang zur aktuellen Blogparade…..

….so bist nur Du!¬†ūüėČ

 

Kurz & Knapp: Pseudo-Redundanz

Gl√ľcklichsein bedeutet, sich seines Gl√ľcks bewusst zu sein.

 

 

K&K: Oktober

Regen prasselt an die Fensterscheibe und schenkt mir langersehnte Stille.
Wohlige Stunden, in denen ich nur ihn hören kann.
Bunte Blätter, erfrischende Luft und diese Art der Dämmerung, die manchmal einzig echten Trost bringt.
Manchmal sind da ungest√ľme St√ľrme, manchmal eine freundliche Sonne, die blo√ü kitzelt und nicht brennt. Endlich Freude statt Ekstase.
Draußen wird es kälter, aber in mir drinnen vielviel wärmer.
Der Oktober summt sein Lied von Melancholie und dunkler Magie, von neuem Leben, das durch sanften Tod entsteht.
Und ich höre gerne zu.

 

Was nun?

In letzter Zeit kriege ich blogm√§√üig verdammt wenig zustande. Wirklich zufrieden bin ich nur mit den √§lteren Texten. In den neuen schwafele ich eigentlich nur vor mich hin, ohne selbst zu wissen, was ich ausdr√ľcken will. Ich empfinde diese Entwicklung als sehr schade und wei√ü nicht, wie ich das in den Griff kriegen soll.

Hirngespenster ist thematisch nicht festgelegt, das wollte ich so. Ich glaubte, diese Form der Freiheit g√§be mir die Chance, die maximal m√∂gliche Kreativit√§t aus mir rauszukitzeln. Doch ehrlich gesagt, wei√ü ich momentan einfach nicht mehr, was ich noch schreiben soll. Das verwirrt und bedr√ľckt mich. Ich bin echt ratlos.
Mein Blog geh√∂rt zu den wenigen produktiven Faktoren in meinem Leben, an denen ich √ľber einen langen Zeitraum drangeblieben bin. Er schenkt mir ein gutes Gef√ľhl, er ist meine Weise, mich mitzuteilen.
Ich möchte gerne wissen, ob Ihr da draußen eine Idee habt, die mir aus meiner Krise raushelfen kann. Denn noch bin ich nicht bereit, aufzugeben.

Nehmt blo√ü kein Blatt vor den Mund, ich bin f√ľr jedwede Kritik oder Anregung ausgesprochen dankbar. Ich bitte Euch um Hilfe.

 

Liebster

Erst einmal ein dickes Dankesch√∂n an Florian Prohaska von smartxdesign f√ľr die Liebster-Nominierung, ich beantworte die Fragen sehr gern. Allerdings werde ich auf eine Weitergabe verzichten. Ich m√∂chte kein Spielverderber sein und finde es auch v√∂llig ok, selbst teilzunehmen, (Florian hat mich auch vorher gefragt!) Nominierungen von meiner Seite w√§ren mir dann aber doch zu sehr ‚ÄěKettenbrief‚Äú.

So, dann mal los:

Wenn¬†du dich mit einer ber√ľhmten Person unterhalten k√∂nntest, die bereits verstorben ist und einer ber√ľhmten Person,¬†die noch lebt, wer w√§re das und was w√ľrdest du f√ľr Fragen stellen?
Bei der (gl√ľcklicherweise) lebenden Person musste ich 0 Nanosekunden √ľberlegen: Quentin Tarantino. Ich w√ľrde ihn fragen, ob wir bitte dicke Freunde werden k√∂nnen. Und ich w√ľrde mich f√ľr Pulp Fiction bedanken, vermutlich so lange, bis er angsterf√ľllt vor mir fl√ľchten w√ľrde.
√úber die bereits verstorbene Person habe ich sehr lange nachgegr√ľbelt. Ehrlich gesagt, ich wei√ü es nicht genau. Ich vermute, ein Gespr√§ch mit Jim Morrison w√§re entt√§uschend und eines mit Jesus von Nazareth √§u√üerst deprimierend.

Das beste Buch, das Du je gelesen hast?
Fast unm√∂glich zu beantworten. Ich sage mal Brave New World, weil ich Huxleys Dystopie f√ľr den traurigsten Geniestreich aller Zeiten halte.
Es gibt einige Autoren die mich als Mensch stark beeinflusst haben. Dazu zählen auch Hermann Hesse, Michael Ende, JW v. Goethe und Hunter S. Thompson. Schon seit vielen Jahren gehört meine größte Lese-Leidenschaft allerdings der amerikanischen Horrorliteratur Рvom wohligen Grusel bis hin zum Extrem-Horror.

Wie lange dauert die Produktion deiner Blogartikel inkl. aller Recherchearbeiten und wie oft publizierst du?
Da ich meist nur so vor mich hinblubbere, fallen Recherchearbeiten so gut wie gar nicht an. Ich versuche, einen Text pro Woche zu schreiben. Wie lange es dauert, bis ich mit einem Beitrag durch bin, kann ich nicht genau beantworten, da ich mich zwischendrin immer mal wieder anderen Beschäftigungen zuwende. Allerdings fällt mir in letzter Zeit unerfreulicherweise auf, dass mir das Schreiben schwerer fällt als noch vor ein paar Monaten und ich dementsprechend länger brauche. Immer wieder ein Thema zu finden, das mich packt, ist nicht so einfach.

Was waren die größten Erfolge, die du ausschließlich mit deinem Blog erreichen konntest und was hast du daraus gelernt?
Ich sehe meine größten Erfolge immer in Texten, die ich selbst besonders mag und die außerdem viel gelesen werden. Was ich draus gelernt habe? Weitermachen!

Wie aufgeschlossen w√§rst du gegen√ľber einem Bloggertreffen?
Ein Bloggertreffen? Generell eine feine Sache. Ich persönlich fände es aber wichtig, dass tatsächlich alle Sparten willkommen und vertreten wären Рvom Produkttester bis hin zum Poeten. Das Ganze am besten mit Festivalcharakter: Groß, bunt und fröhlich!

Ein Foto von deinem Arbeitsplatz:
Oh Weh :)!

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Welche Faktoren/Eigenschaften im Bezug auf die Anzahl der W√∂rter, dem Image-Wiedererkennungswert ¬†etc. m√ľssen deine Blogs haben und woher beziehst du deine Bilder/Fotos?
Hmm. Ich versuche, immer ein paar Schimpfw√∂rter einzubauen, allerdings f√§llt mir das auch √ľberhaupt nicht schwer. Meine Bilder schnorre ich bei Pixabay. Danke, Danke, Danke!

Wie aufgeschlossen bist du im Bezug auf Gastartikel? Hast du schon welche verfasst, wie waren deine Erfahrungswerte und wie aktiv bist du f√ľr diese Win-Win Situation offen?
Nein, ich habe noch keine verfasst, bin aber daf√ľr offen, auch f√ľr Gastartikel auf meinem Blog. Es muss halt nur irgendwie passen.

Wenn du in einem Aufzug stehen w√ľrdest und du in einem Satz sagen m√ľsstest, was du arbeitest, wie w√ľrde dieser Satz lauten?
‚ÄěIch habe nie was anst√§ndiges gelernt.‚Äú

Wie findest du den smartxdesign Blog, was gef√§llt dir besonders gut und was w√ľrdest du bei k√ľnftigen Artikeln anders machen?
Mir gefällt das minimalistische Design, da kann ich mir eine Scheibe von abschneiden. Die Idee, firmenseitig einen Blog einzubauen, ist immer von Vorteil, die Themen und Beiträge passen sehr gut ins Konzept.

Wie sind deine Blogger-Vors√§tze f√ľr die n√§chsten Monate, Jahre und welche Ziele m√∂chtest du erreichen?
Ich schreibe in erster Linie um des Schreibens Willen, es befreit und befriedigt mich. Aber zu behaupten, der Erfolg w√ľrde dabei √ľberhaupt keine Rolle spielen, ist nat√ľrlich Quatsch. Mit einem Blog wie meinem werde ich aber immer nur eine kleine Nischenleserschaft erreichen, aber das ist auch ok, wenn ich von ebendieser ab und zu positives Feedback bekomme.
Ich möchte bald mal mein Blogdesign modernisieren, das nehme ich mir schon seit fast einem Jahr vor. 
Ich habe mir au√üerdem √ľberlegt, zus√§tzlich einen kleinen Horror-Rezensionsblog zu starten.

 

Abgrundtief prima

‚ÄěDer Begriff abgrundtief bezieht sich haupts√§chlich auf negative Empfindungen.‚Äú
Und ob! Wie könnte sich unser götzengleicher Duden auch jemals irren.

Als pathologisch emotionale Zweiflerin machen starke Gef√ľhle negativer Natur einen ziemlich ger√§umigen Teil meines Wesens aus. Ich kann also durchaus behaupten, dass abgrundtief sowas wie mein zweiter Vorname ist.
W√§hrend ich jetzt gerade mit dem Laptop auf dem Bauch im Bettchen liege und versuche, meinen Text zu formen, √ľberlege ich nach dem entsprechenden Wort auf der anderen Seite der Medaille. Ich gr√ľbele nach einer Beschreibung, die nicht nur generell stark extremisierte sondern haupts√§chlich starke positive Gef√ľhle zum Ausdruck bringt.
Vielleicht stehe ich ja einfach nur gewaltig auf dem Schlauch, aber mir fällt einfach nichts ein.
Ich finde dieses begriffliche Missverhältnis bedenklich und werde mit sofortiger Wirkung dagegen vorgehen. Jawoll!!

Da ich aber nicht wei√ü, wie man ein neues Wort erfindet und ich mit dem Begriff Abgrund h√∂chstens ein gewisses prickelndes Risiko verbinde, beschlie√üe ich jetzt einfach, dass abgrundtief¬† in meinem Sprachgebrauch zuk√ľnftig auch f√ľr alles Positive herh√§lt.
Das ganze Thema mag Euch vielleicht etwas an den Haaren herbeigezerrt vorkommen. Ich halte das Bewusstsein f√ľr Sprache aber nun mal f√ľr geradezu abgrundtief bedeutsam. Denn wir alle formen unsere Welt, indem wir sie beschreiben.

 

Was uns antreibt

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Konservativ gesch√§tzte 10-15mal habe ich im Alter zwischen sieben und dreizehn Michael Endes unendliche Geschichte verschlungen, f√ľr mich eines der magischsten und pr√§gendsten B√ľcher √ľberhaupt. Es enth√§lt gleich mehrere wichtige Kerngedanken, die mich seitdem immer wieder besch√§ftigt haben. Einer davon handelt von der schwierigen Suche nach dem eigenen wahren Willen.

(Solle es tatsächlich Menschen geben, die das Buch nicht kennen: Spoileralarm!)
Der Protagonist Bastian, ein dicklicher, sch√ľchterner Junge, rettet das Land Phantasien und darf sich dort fortan jeden seiner W√ľnsche erf√ľllen. Doch w√§hrend seiner vielen Abenteuer muss er erfahren, dass ihn weder Macht, noch Sch√∂nheit, noch St√§rke, noch Prominenz gl√ľcklich machen. Ganz im Gegenteil ‚Äď er wird immer trauriger und unzufriedener.

Am Ende der unendlichen Geschichte findet er schlie√ülich seinen wahren Willen in den zwei menschlichsten W√ľnschen von allen: Lieben und geliebt werden. Alles andere war einfach nur Kompensation.
Nat√ľrlich muss man diese dort beschriebenen Urw√ľnsche als starke Vereinfachung unserer Natur betrachten. Wir m√∂gen zwar irgendwo ganz tief drinnen nach einem gemeinsamen Nenner ticken, sind aber durch die quasi-unendlich vielen M√∂glichkeiten, die uns das Leben inzwischen bietet, zu so was wie Meta-Individualisten mutiert. Wir entwickeln unsere Einzigartigkeit schon allein um unserer Besonderheit willen.

Nicht jeder strebt also ausschlie√ülich nach Liebe, so einfach ist die Sache mit dem wahren Willen wohl keinesfalls. EINE simple Schlussfolgerung l√§sst sich aber aus Bastians Geschichte ableiten: Unsere W√ľnsche sagen uns, wer wir sind. Denn was k√∂nnte uns die schwierige Frage nach dem eigenen Selbst schon besser beantworten, als das, was wir begehren und das, was uns antreibt?
Also: seid ehrlich zu Euch selbst und fragt Euch:
Welcher Eurer W√ľnsche ist der sehnlichste? Der selbstloseste? Der egoistischste? Der geheimste? Der kindischste? Der vern√ľnftigste? Der materialistischste? Der romantischste? Der gewaltt√§tigste? Der verr√ľckteste? Der perverseste? Der unerf√ľllbarste?

Kleiner Nachschub: Die Buddhisten glauben, dass unsere W√ľnsche und Sehns√ľchte uns zu Gefangenen machen. Nur wer nichts mehr begehrt, soll wahrhaftig frei sein. Vielleicht haben sie ja Recht damit. Ich f√ľr meinen Teil kapiere aber nicht, wie ich nach Freiheit streben soll, ohne mir selbige zu w√ľnschen. Ist mir zu hoch.

 

Herbstkitsch

Was dem großen Gros der Leute der Sommer bringt, das schenkt mir der Herbst.
In seiner dunklen Sch√∂nheit begl√ľckt er mich.
Er verspricht mir warme Wohligkeit, er lädt mich zum kuscheln ein, er streichelt meine Seele.
Und er befreit mich.

Die Herbstsonne kitzelt statt zu brutzeln.
Die Geräusche von kaltem Regen und scharfem Wind sedieren meine rastlosen Gedanken.
Wenn ich die Luft im Herbstwald in mich aufnehme, will ich am liebsten nie wieder woanders atmen m√ľssen.

Der Herbst ist authentisch in seinen Regungen.
Er ist manchmal traurig, oft w√ľtend und noch √∂fter ungest√ľm.

Er lächelt nie. Aber wenn er lacht, dann laut und aus vollem Herzen.
Er verwandelt meine Bitterkeit in S√ľ√üe und fl√ľstert mir meine tiefsten Geheimnisse zu.
Er ist der Beginn vom Neuanfang.

Der Herbst bringt mir nichts geringeres als Frieden mit mir selbst. Der Herbst, das ist meine Natur. Das bin ich.

 

King lesen!

Ich will hier sicher keine Literaturkritik schreiben, daf√ľr begegne ich B√ľchern gl√ľcklicherweise mit zu viel Herzblut und zu wenig Sachverstand. Dennoch hatte ich im Rahmen dieses Textes die rechtschaffene Absicht, bei den Online-Ausgaben namhafter Presseorgane zu recherchieren, was ich aber ob des hochn√§sigen FeuilletonGeschwurbels leider nur wenige Minuten aushalten konnte.
Die alten, stinklangweiligen Stigmata: Unterhaltung kann nicht Kunst sein, denn die darf auf gar keinen Fall Spa√ü machen. G√§hn. Und: Mainstream, weil viel zu viele B√ľcher verkauft. G√§√§hhnn.
Wem diese Klugschei√üerei so egal ist wie mir und sich dar√ľber hinaus gerne gruselt, der liebt Stephen King-B√ľcher. Kein Wunder, denn King erschafft wunderbare Albtraum-Welten. Und: Er offenbart sich selbst in seinen B√ľchern, zwar in der Regel so wenig wie m√∂glich, aber dennoch so viel wie n√∂tig. Schon allein diese Preisgaben machen einen K√ľnstler aus ihm und grenzen ihn von den menschlichen Unterhaltungsmaschinen ab.

Ich behaupte allerdings: Das beste und wirklich einmalige an seinem Werk ist seine Sprach-Magie, die meiner Meinung nach weltweit ihresgleichen sucht.
King erzeugt mit seiner punktgenauen Bildsprache Stimmungen und Situationen, die sich bisweilen greifbarer anf√ľhlen als das Fell meines Katers, der sich so gerne von mir streicheln l√§sst, w√§hrend ich mit dem Buch vor der Nase auf meiner Bett-Matratze rumliege. Ich lese Kings Geschichten nicht, vielmehr erlebe ich sie und sie lassen mir auch √ľberhaupt keine andere Wahl. Sie saugen mich ein und lassen mich erst wieder frei, wenn ich sie beendet habe. Manchmal, w√§hrend mich ein King-Buch in seinen Bann gezogen hat, kommen mir vor Begeisterung ganz pl√∂tzlich die Tr√§nen, Ehrenwort!

Im Grunde will ich sowieso bloß eins loswerden: Lest King! Ist eine der besten (und billigsten) Drogen.

P.S.: „Wenn jemand wegen dem, was ich geschrieben habe, schreiend erwacht, freut mich das sehr. Wenn er lediglich seine Kekse auskotzt, ist das immer noch ein Sieg. Ich glaube, der gr√∂√üte Triumph w√§re, wenn jemand tot umf√§llt – Herzschlag, weil er sich buchst√§blich zu Tode ge√§ngstigt hat‚Ķ Ein Teil von mir w√ľrde denken: Mein Gott, es hat tats√§chlich funktioniert!“ (SK)

…f√ľr mich der sch√∂nste vorstellbare Tod. (IT)

 

Ei der Daus!

Allerorts leichte M√§dchen, die sich f√ľr liederliche Lustmolche entbl√∂√üen, gefallene Engel, die einstmals entz√ľckende Fr√§uleins waren, dem M√ľ√üiggang fr√∂nende Tagediebe, Humbug treibende Halunken, flegelhafte Heiopeis, nassauernde Habenichtse, Schluckspechte, Schnapsdrosseln und Bordsteinschwalben.
Wer mag derlei groben Unfug, derlei unmanierliches Schindluder, derlei mannigfaltige Schurkerei, derlei Hottentotterei erdulden?!

Und Potzblitz!
Neuzeitliche Rechenmaschinen, welchen ein kolossales L√ľgengeflecht aus aller Herren L√§nder innewohnt ‚Äď Teufelswerk!!

Ruchloses Menschentum, Du bist dem Untergang geweiht!

 

Mehr famoser Firlefanz, Mumpitz, Schabernack, Kokolores??

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