Schuld und Unschuld

Das Wort „Weiß“ beim Projekt *.txt.
Das Symbol der Unschuld. Ein leeres Blatt, unbefleckt. Ein äußerst fragiler Zustand, der verdammt schnell vergehen kann.

Es gibt Menschen, die versuchen, so viel wie möglich richtig zu machen und sich dennoch oft oder sogar zeitlebens schuldig fühlen. Denn Fehler begehen wir alle, ganz egal wie sehr wir uns bemühen.
Den wirklich Bösen hingegen geht es prima. Sie schaffen es, jede noch so schreckliche Tat vor sich selbst zu rechtfertigen. Die Folter durch das eigene Gewissen wird nur denen zuteil, die auch ein solches besitzen.
Egal, ob berechtigt oder nicht, Selbstquälerei bringt niemals etwas Gutes hervor. Sie hat stets einen zerstörerischen Charakter, dazu ist sie schließlich da. Wer sich dauerhaft grämt, erlebt nichts geringeres als die Hölle auf Erden.
Ich glaube, jedes positive Gefühl setzt die Fähigkeit voraus, sich selbst verzeihen zu können.
Da wünscht man sich doch gläubiger Katholik zu sein. Einfach bereuen, die Beichte ablegen und Gottes Begnadigung empfangen. Und wenn schon der Allmächtige ein Auge zudrückt, dann darf man sich selbst natürlich auch vergeben.
Das Leben könnte so herrlich sein.

 

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