Freitags in der Kassenschlange

SOWAS VON COOL, diese Hipster. VIEL ZU COOL für die Einkaufswagennutzung wie wir Normalsterblichen und NATÜRLICH auch VIEL ZU COOL, um ihr Biogedöns zumindest halbwegs zügig in ihre Jutetaschen zurückzupacken.
Oder Taschenkramer, denen erst einfällt, dass sie bezahlen müssen, wenn die arme Kassiererin sie dazu auffordert und dann minutenlang nach ihrem Geldbeutel suchen.
Und Kleingeldsammler, längst nicht so häufig Rentner oder Hartzer wie man gemeinhin annimmt, die den Zahlbetrag zwanghaft auf den Cent genau abzählen.
Alles völlig harmlos, verglichen mit alternativ angehauchten Müttern, die ihre Blagen für das Epizentrum des Universums halten. Klein Justus, Malte und Pauline (AKA egoistische Arschlocherwachsene in spe) dürfen jedes einzelne ihrer 98 Einkaufsteile aufs Kassenband schmeißen, egal wie lange das auch immer dauern mag.
Manchmal schießen mir Wuttränen in die Augen, manchmal male ich mir auch einen spontanen Amoklauf aus, die meiste Zeit aber schäme ich mich einfach nur, zur selben Spezies wie meine Kassennachbarn zu gehören.

 

One thought on “Freitags in der Kassenschlange

  1. Oh ja, das kenne dich. Die Situationen und die Gefühle dabei. Mittlerweile mache ich mir einen Spaß daraus, solche Kassen auszusuchen, an denen diese Klientel steht oder ich lasse sie gerne vor: gutes Unterhaltungsprogramm. Besser als jede Sitcom. Natürlich nur, wenn ich nicht unter Zeitdruck stehe. LG

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