DEIN? Leben

Nochmals vielen Dank an Dominik Leitner/ Neon Wilderness für die Idee und Umsetzung des Projekts *.txt!

„Das musst Du wissen, es ist schließlich DEIN Leben“. Hasst Ihr diesen Satz auch so sehr wie ich? Der impliziert nämlich meistens, dass man gerade zu einer Handlung ansetzt, die das jeweilige klugscheißerische Gegenüber für einen verdammt groben Fehler hält.

Als Mensch hat man die Ehre, sich des kostbarsten aller Geschenke bewusst zu sein. Damit einher geht automatisch die Verantwortung für das eigene Leben, ganz egal, ob man sie überhaupt will und genauso egal, ob man sich dazu in der Lage fühlt.

Besitzen wir also tatsächlich unser Leben oder verhält es es nicht vielmehr genau andersrum?
Wir funktionieren, spielen Rollen, rackern uns ab, versuchen das Richtige zu tun. Und die meiste unserer wertvollen Zeit geht sowieso drauf, indem wir Dinge tun, die wir gar nicht tun wollen, damit wir ein Dach über dem Kopf und Essen auf dem Tisch haben.

Ich möchte manchmal vor dem Leben, das angeblich in meiner Hand liegt, wegrennen. Irgendwohin, wo nichts und niemand irgendwas von mir abverlangt. Wo ich niemals Kompromisse machen muss. Aber ich weiß auch ganz genau, dass dieser Ort da draußen, in der großen weiten Realität nicht existiert.

Und dennoch, glücklicherweise finde ich manchmal den Weg.
Ich gelange dorthin, indem ich träume oder indem mein Kater schnurrt, weil ich sein weiches Fell kraule oder indem mein komplettes Blickfeld von einer satten grüne Landschaft erfüllt ist oder indem ich einen innigen Moment mit jemandem teile, der mir am Herzen liegt.
Dann bin ich dort, wo ich frei sein darf, dort, wo MEIN! Leben und ich uns für kurze Zeit wiederfinden.

 

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